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3. Ökumenischer Kirchentag

3. Ökumenischer Kirchentag: Chance verantwortungsvoll nutzen

Der für Mai 2021 geplante 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt am Main soll nach derzeitigem Stand trotz der Corona-Pandemie stattfinden, dies hat das Gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen Kirchentages Mitte September bestätigt. "Wir brauchen den Ökumenischen Kirchentag gerade jetzt", sagte der katholische Präsident, Thomas Sternberg. Gerade in Krisenzeiten sind Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt - davon sind die Veranstalter, der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, fest überzeugt.

Doch die Auflagen durch die Corona Pandemie dürften die gewohnte ausgelassene Atmosphäre des Christentreffens erheblich einschränken. Weniger Teilnehmer vor Ort, weniger Veranstaltungen und strenge Hygieneauflagen. Auch eine Absage des Kirchentages oder die Reduzierung auf einen Kongress habe im Raum gestanden, erklärte die evangelische Präsidentin Bettina Limperg. Aus ihrer Sicht sei der Ökumenische Kirchentag jedoch "in jeder Weise lebensrelevant".

Das Programm des 3. ÖKT wird kompakter. Die Corona-Pandemie rückt neue Fragen und Herausforderungen ins Blickfeld. Diesen wird eine besondere Bedeutung zukommen. Der Austausch soll öffentlich, partizipativ und kontrovers erfolgen: Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Wie zukunftsfähig ist unser Wirtschaftssystem? Wie ist die Schöpfung noch zu retten? Wie wandeln sich Kirchen und unsere Art, den christlichen Glauben zu leben?

Aufgrund der voraussehbaren Beschränkungen werden weniger Menschen vor Ort teilnehmen können. Die Organisatoren gehen derzeit von maximal 30.000 anstatt von ursprünglich geplanten mehr als 100.000 Menschen aus.

Die Angebote vor Ort werden sich auf das beschränken, was im Mai 2021 möglich und zu verantworten ist. Die dann geltenden Verordnungen zum Hygieneschutz werden in allen Veranstaltungen umgesetzt. Mit Unterstützung des Gesundheitsamts Frankfurt wird ein detailliertes Konzept zur Durchführung einer Großveranstaltung unter Pandemie-Bedingungen in all ihren Facetten erarbeitet. Dabei werden die relevanten Schutzmöglichkeiten konsequent angewendet: Mindestabstand, Mund-Nase-Schutz, regelmäßige Reinigung und Lüftung, Händedesinfektion, Kontaktverfolgung, etc.

Außerdem wird auf die sonst übliche Vermittlung von Privatquartieren an Teilnehmende verzichtet. Stattdessen sollen neben den geplanten Gemeinschaftsunterkünften für Gruppen in Schulen und Vereinsheimen auch günstige Unterbringungen etwa auf Campingplätzen geprüft werden.

Für die, die nicht vor Ort dabei sein können oder wollen, werden Möglichkeiten der Interaktion und des Dialoges mit den Menschen beim Event in Frankfurt angeboten. Durch Streaming, hybride Veranstaltungen und Chatkonferenzen wird der ÖKT digitaler. Christinnen und Christen in ganz Deutschland können auf diesem Wege eingeladen werden, den Ökumenischen Kirchentag mitzufeiern. Von diesen neuen Formaten erhoffen sich die Veranstalter auch wegweisende Impulse für die nachfolgenden Katholiken- und Kirchentage.


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