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Gottesdienste auf Straßen und Plätzen feiern

Kirchenpräsident Volker Jung will in Corona-Krise jetzt „nach vorne schauen“

Anlässlich des Ferienendes in Hessen und Rheinland Pfalz hat der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Volker Jung die evangelischen Gemeinden dazu aufgerufen, in der Corona-Pandemie jetzt „den Blick nach vorne zu richten“. In einem Brief, der Mitte August an alle 1.100 Gemeinden im Kirchengebiet versandt wurde, regt Jung an, bereits jetzt sorgfältig mit Überlegungen zu beginnen, wie die großen Festgottesdienste im Herbst und Winter den geltenden Schutzbedingungen entsprechend gestaltet werden können.

Nach Worten Jungs können Erntedank- oder auch Weihnachtsgottesdienste beispielsweise im Freien und auf öffentlichen Plätzen gefeiert werden. Hierzu sei auch erstes Arbeitsmaterial für die Gemeinden erarbeitet worden und im Internet unter www.unsere.ekhn.de/corona abrufbar.

Zweiten Lockdown vermeiden

„Es ist gut, wenn wir hierbei nicht ängstlich, aber vorsichtig sind und die notwendigen Auflagen sorgsam berücksichtigen“, so Jung. Auch digitale Feiern seien weiter im Blick zu behalten. Alle müssten das ihnen Mögliche tun, um einen zweiten Lockdown zu vermeiden. Aus Berichten aus den Partnerkirchen in Italien, in den Vereinigten Staaten und auch Südafrika sei noch einmal sehr deutlich geworden, wie gefährlich schnell steigende Infektionszahlen sein können. Jung dankte gleichzeitig allen in der evangelischen Kirche, dass in Gemeinden und Einrichtungen Hygienekonzepte mit „so viel Besonnenheit und Klarheit erarbeitet und umgesetzt wurden“.

Wegweisende Entscheidungen stehen an

Schließlich bat Jung auch die Kirchenmitglieder um Fürbitte für alle Leitungsentscheidungen, die in den nächsten Wochen zu treffen seien. Jung kündigte an, dass die mit einem Parlament vergleichbare Kirchensynode am 19. September in Offenbach über einen Nachtragshaushalt und den Zukunftsprozess „ekhn2030“ beraten wird. Gleichzeitig müssten die Leitungsgremien des Ökumenischen Kirchentages in den nächsten Wochen entscheiden, ob und in welcher Form das Großereignis 2021 stattfinden kann. Jung: „Hier geht es jeweils um schwierige, aber wegweisende Entscheidungen“.


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